Die Grundregeln für einen italienischen Espresso
Ein klassischer Espresso ist klein, konzentriert und trägt eine haselnussbraune Crema. Damit er gelingt, braucht es ein Zusammenspiel von Menge, Mahlgrad, Temperatur und Zeit. Wer diese vier Grössen kennt, kann jeden Fehler gezielt korrigieren.
- Kaffeemenge: rund 7 g für einen einfachen, rund 14 g für einen doppelten Espresso
- Brühzeit: 20 bis 30 Sekunden
- Menge in der Tasse: etwa 25 bis 30 ml pro einfachem Espresso
- Wassertemperatur: 90 bis 94 °C
- Mahlgrad: fein, unmittelbar vor der Zubereitung gemahlen
Mit dem Siebträger: volle Kontrolle
Die Siebträgermaschine ist die Königsdisziplin. Mahlen Sie die Bohnen frisch und fein, füllen Sie die Menge in das Sieb und verteilen Sie das Pulver gleichmässig. Danach wird mit dem Tamper waagrecht und mit gleichbleibendem Druck angepresst. Ein schiefer oder lockerer Kaffeepuck führt dazu, dass das Wasser sich den leichtesten Weg sucht und der Espresso ungleichmässig extrahiert wird.
Spannen Sie den Siebträger ein und starten Sie den Bezug sofort, damit das Pulver nicht auf der heissen Brühgruppe "verbrennt". Läuft der Espresso schneller als 20 Sekunden, mahlen Sie feiner. Dauert es deutlich länger als 30 Sekunden, mahlen Sie etwas gröber. Wärmen Sie zudem die Tassen vor, denn ein kalter Porzellanrand kühlt den Espresso sofort ab.
Mit der Moka-Kanne: der italienische Klassiker
In vielen italienischen Haushalten steht die Moka auf dem Herd. Sie erzeugt weniger Druck als eine Espressomaschine und liefert einen kräftigen, aromatischen Kaffee mit eigenem Charakter. Füllen Sie das untere Gefäss mit Wasser bis knapp unter das Ventil. Mit bereits heissem Wasser verkürzen Sie die Zeit auf dem Herd und vermeiden einen bitteren Geschmack.
Den Trichter locker und randvoll mit Kaffee füllen, aber nicht anpressen. Für die Moka mahlt man etwas gröber als für den Siebträger. Stellen Sie die Kanne bei mittlerer Hitze auf und nehmen Sie sie vom Herd, sobald der Kaffee zu blubbern beginnt. So bleibt der Geschmack rund und angenehm.
Mit dem Vollautomaten: bequem und konstant
Der Vollautomat übernimmt Mahlen, Dosieren und Brühen. Damit der Espresso trotzdem italienisch schmeckt, stellen Sie den Mahlgrad mittelfein bis fein ein, wählen eine kleine Tassenmenge von etwa 25 bis 30 ml und eine hohe Kaffeestärke. Viele Geräte sind ab Werk auf grössere Mengen eingestellt, was den Espresso verwässert.
Weitere Tipps zur Bohnenwahl und zur Einstellung lesen Sie in unserem Ratgeber Kaffeebohnen für Vollautomat.
Frisch mahlen und richtig lagern
Der wichtigste Tipp für jede Zubereitungsart: Mahlen Sie erst kurz vor dem Brühen. Gemahlener Kaffee verliert innert Minuten einen grossen Teil seiner Aromen. Kaufen Sie deshalb ganze Bohnen und lagern Sie die Packung gut verschlossen, kühl, trocken und dunkel. Der Kühlschrank ist wegen der Feuchtigkeit und fremder Gerüche keine gute Wahl.
Auch die Bohne selbst macht den Unterschied. Der Dersut Optimum Rosso mit Intensität 4 von 5 liefert eine lang anhaltende Crema, Noten von Kakao und Gebäck und eignet sich für Espresso und Cappuccino gleichermassen. Wer es kräftiger mag, wählt den Dersut Domus Marrone mit Intensität 5 von 5, sehr intensivem Aroma und rundem Körper. Beide passen zu Siebträger, Moka und Vollautomat.
FAQ
Wie viel Kaffee braucht ein Espresso?
Rund 7 g für einen einfachen und rund 14 g für einen doppelten Espresso. In der Tasse ergibt das etwa 25 bis 30 ml pro einfachem Espresso.
Warum ist mein Espresso sauer?
Meist ist der Mahlgrad zu grob oder das Wasser zu kühl, sodass der Kaffee zu schnell durchläuft. Mahlen Sie feiner und achten Sie auf 90 bis 94 °C.
Warum schmeckt mein Espresso bitter?
Häufig ist das Pulver zu fein, die Brühzeit zu lang oder die Maschine nicht sauber. Mahlen Sie etwas gröber und reinigen Sie Brühgruppe und Sieb regelmässig.
Welche Bohnen eignen sich für die Moka?
Beide Dersut-Mischungen eignen sich für die Moka. Mahlen Sie dafür etwas gröber als für den Siebträger.




